Fotos im Internet präsentieren – die verschiedenen Möglichkeiten – Teil 2

Die eigene Webseite

Im ersten Teil habe ich einige Plattformen vorgestellt, auf denen Ihr Eure Fotos im Internet präsentieren könnt.

In diesem Beitrag möchte ich Euch einige Möglichkeiten vorstellen, wie Ihr zu Euren eigenen Internetseite kommt.

Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, Eure eigene Webseite zu gestalten. Da sind zum einen Anbieter von Baukastensystemen. Mithilfe dieser Anbieter ist es für alle ein Kinderspiel, seine eigene Webseite zu gestalten. Ihr meldet Euch bei den entsprechenden Anbietern an und habt dann in der Regel zwei bis vier Wochen Zeit, um alles ausgiebig zu testen. Ich persönlich habe mit Jimdo und Zenfolio meine ersten Gehversuche unternommen.

Jimdo:
Jimdo ist eine einfach zu bedienende Plattform die den Vorteil hat, dass die Basisversion kostenlos ist. Ihr meldet Euch einfach an, wählt einen Namen für Eure Website und könnt sofort eine Website auf Grundlage einer Vorlage erstellen. Das ganze ist wirklich sehr einfach, unkompliziert und geht recht fix.
Ich persönlich fand allerdings, dass Jimdo nicht unbedingt gute Vorlagen für Foto-Websites bietet und die verschiedenen Galerien, die zur Auswahl stehen, sind verglichen mit anderen Lösungen eher einfach. Aber man kann natürlich damit leben und es ist kostenlos. Die kostenpflichtigen Varianten bieten deutlich mehr Möglichkeiten, da ist dann sicher mehr für Fotografen dabei.

Zenfolio:
Zenfolio ist ein Anbieter von Baukasten-Systemen, der sich auf das Hosten von Fotografen-Websites spezialisiert hat. Nach der Anmeldung hat man 14 Tage Zeit, Zenfolio zu testen, bei Bedarf bekommt man nochmal 14 Tage extra. Die Preise beginnen bei 25,- Euro pro Jahr was wirklich günstig ist. Dafür bekommt man professionelle und wirklich gut gemachte Vorlagen. Der Kundenservice ist fix und sehr freundlich. Ich habe damit nur gute Erfahrungen gemacht.

SmugMug und Square Space und APhotoFolio:
Das sind ebenfalls Anbieter, die Webseiten speziell für Fotografen hosten und dementsprechende Vorlagen bereitstellen. Ich habe mit diesen Anbietern persönlich keine Erfahrungen gemacht, aber die Vorlagen, die sie bereitstellen sind allesamt wirklich toll und hoch professionell.
Die Preise bei SmugMug beginnen bei US$40,- pro Jahr, SquareSpace kostet schon fast US$100,- pro Jahr und aPhotFolio ist dann richtig teuer. Das kostet die Grundeinrichtung der Seite US$1.000,- und dann kommen noch monatliche Kosten von US$17,- pro Monat hinzu. Das ist also nur etwas für Profis, und selbst da würde ich sagen: Nicht für jeden.

WordPress:
Diese Seite und auch meine eigentliche Homepage www.salomon-fotografie.de sind auf WordPress aufgesetzt. WordPress selbst ist kostenlos, man muss sich lediglich einen eigenen Internet-Provider suchen, wo man die Seite hosten kann. Die günstigsten Angebote beginnen bei ca. 5,- Euro im Monat.
In WordPress stehen unzählige Vorlagen, genannt Themes, zur Verfügung. Viele sind kostenlos, manche lassen sich die Entwickler auch bezahlen. Die eigene Webseite aufzubauen und zu pflegen ist zwar deutlich mehr Aufwand, als auf vorgefertigte Lösungen zurückzugreifen, dafür hat man aber auch noch mehr Möglichkeiten.

Fazit:
Wer als Fotograf erste Gehversuche mit seiner eigenen Webseite machen machen möchte, ist bei Zenfolio gut aufgehoben. Die Preise sind günstig und die Bedienung ist komfortabel. Es schadet aber auch nicht, die anderen Dienste mal anzutesten, in der Regel sind die ersten 14 Tage kostenlos, so dass man genug Erfahrung sammeln kann.
Eine eigene Seite mit WordPress zu gestalten ist schön und macht Spaß, aber man sollte bedenken, dass es vor allem am Anfang viel Aufwändiger ist als auf vorgefertigte Lösungen zurückzugreifen. Wenn man diese Zeit ins Fotografieren investiert, ist man eventuell besser bedient.

Wie schaut es bei Euch aus? Habt Ihr schon eine eigene Webseite oder plant Ihr, Euch eine anzulegen? Schreib mir eure Erfahrungen in die Kommentare.

 

Capture the Moment

Alexander

 

2 thoughts on “Fotos im Internet präsentieren – die verschiedenen Möglichkeiten – Teil 2

  1. Ich persönlich finde fertige Lösungen für den Anfang zwar nicht schlecht, aber man kommt damit immer an die Grenzen der Gestaltungsfreiheit. Also würde ich jedem empfehlen sich was eigenes auf zu bauen, oder aufbauen zu lassen. WordPress ist dafür geradezu prädestiniert. Die Kosten für ein eigenes Hosting sind nicht höher als bei den fertigen Lösungen und man kann seine eigenen Vorstellungen durchsetzen.

    Da Fotos ja auf dauer einiges an Speicherplatz brauchen, sollte man auch darüber nachdenken sich einen vServer zu mieten. Das kommt eben auch darauf an wie groß das Projekt werden soll.

    MfG
    Lutz Peter

    • Hallo Lutz Peter,

      ich denke das kommt darauf an, was man mit seiner Seite machen möchte. Eine eigene WP-Seite zu installieren und zu warten kann ganz schön viel Zeit in Anspruch nehmen. Ein Fotograf der seine Seite nur als Schaufenster betreibt, um seine Arbeit zu präsentieren ist mit einem Baukasten eventl. besser bedient. Wenn er die Zeit, die er in die Wartung der Seite steckt, mit fotografieren verbringt, dann verdient er mehr als die WP-Lösung spart.
      Schau mal auf die Webseite von Karl Taylor, die ist auf Squarespace gehostet – absolut professionell und überzeugend.
      Aus diesem Grund würde ich nicht generell sagen, dass eine Variante besser als die andere ist.
      Viele Grüße
      Alex

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