Wie du mit der Wahl der richtigen Blende sofort bessere Fotos machst

Wie die Auswahl der richtigen Blende die Schärfentiefe beeinflusst

Im ersten Teil über die Blende hatte ich es schon angedeutet: Die Blende steuert neben der Lichtmenge, die durch das Objektiv auf den Sensor unserer digitalen Spiegelreflexkamera trifft auch noch die sogenannte Schärfentiefe. Damit ist gemeint, wie scharf Objekte abgebildet werden, die vor oder hinter dem eigentlichen Motiv liegen. Um es kurz zu machen – je größer die Blende ist (also je kleiner der Blendenwert – ihr erinnert Euch), desto geringer ist die Schärfentiefe.

Falls Ihr es nicht glaubt, hier die Beweisfotos:

Die Bilder wurden jeweils mit einem 50 mm Objektiv an einer Canon-Kamera mit  APS-C Sensor mit dem Crop-Faktor von 1,6 aufgenommen, das bedeutet, die tatsächliche Brennweite beträgt 80 mm, was schon ein leichtes Teleobjektiv ist (das wird später noch wichtig, denn neben der Blende bestimmt auch noch die Abstand Objetiv – Objekt und die Brennweite der Optik die Schärfentiefe).
Der Abstand zwischen den Stiften betrug ca. 20 cm und der Abstand von der Kamera zum ersten Stift ca. 1,2 m.

Das oberste Foto wurde mit einer Blende von f2 gemacht. Nur der erste Stift ist scharf abgebildet. Der vierte Stift in ca. 60 – 70 cm Abstand ist gerade noch zu erahnen.

Schärfentiefe- f2

 

Das zweite Foto wurde mit einer mittleren Blende von f8 gemacht. Hier sind alle vier Stifte zu erkennen, die Schärfe fällt aber sehr schnell ab.

Schärfentiefe-f8

 

Das letzte Bild wurde mit der kleinsten möglichen Blende (an diesem Objektiv) von f22 gemacht. Hier ist die Schäfentiefe deutlich ausgeprägt, obwohl die hinteren Stifte immer noch unscharf sind.

Schärfentiefe-f22

Die oben erwähnten 80 mm ist übrigens die typische Brennweite für Porträtaufnahmen. Daher mein Tipp: Wenn Ihr vorhabt, Portraits zu machen, dann ist ein 50 mm Objektiv die vermutlich beste Investition, die Ihr tätigen könnt. Diese Linsen sind vergleichsweise günstig, lichtstark (d.h. sie haben eine große Anfangsöffnung) und meist von erstaunlich guter Qualität. Aber das nur am Rande.

Zurück zur Schärfentiefe: Das Beste ist, Ihr probiert es einfach selbst aus. Spielt herum, schaut was passiert und dann teilt Ihr mir in den Kommentaren mit, ob ich recht hatte ;-).

Keep Shooting!

capture the moment

Alexander

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