PostPictureGoal

Ziel des Fotoworkshops

Das Ziel dieses Fotoworkshops

Ziel dieses kostenlosen Fotoworkshops ist es, dass Ihr Eure Kamera, (oder sollte ich sagen: Das unbekannte Wesen?) beherrscht. Damit meine ich nicht, dass Ihr versteht, was die ganzen Automatikprogramme können (übrigens steht das „P“ nicht für Profimodus ;-)), sondern nach dem Workshop seit Ihr in der Lage, Eure Kamera im manuellen Modus sicher zu bedienen. Damit habt IHR die volle Kontrolle über das, was passiert. Ihr entscheidet, wie die Belichtung ausfällt, die Schärfentiefe, die Belichtungszeit und sofort. Damit aber nicht genug. Ihr werden darüber hinaus auch wissen, wie Ihr das Licht (Ihr erinnert Euch, der erste Punkt auf der Liste der sechs elementaren Punkte der Fotografie) steuert und beherrscht. Ihr werdet lernen, wie Ihr richtig blitzt. Und Ihr werdet jede Menge Geld sparen, weil Ihr nur das kauft, was Ihr wirklich braucht.

Keine Angst, ich bin bei Euch und führe Euch dorthin.

In diesem Sinne

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Alex

PostPictureBoring

the boring stuff – was es mit der Blende auf sich hat

Die Sache mit der Blende

Bevor wir in die spannenden Themen zur Fotografie einsteigen müssen wir zunächst einige Grundlagen klären. Ich beschränke mich hier auf das notwendigste, wir wollen ja zügig zu den Themen kommen, die Spaß machen.

Im Artikel „die sechs Grundelemente der Fotografie“ habe ich den Punkt mit der Blende kurz angerissen.  

Wie ist das nun, die

Sache mit der Blende:

Als Blende bezeichnen wir zunächst nur mal das Loch, durch das das Licht in die Kamera kommt. Bei Objektiven für Spiegelreflexkameras ist die Blende variabel, das bedeutet, wir können sie öffnen und schließen. Eine Ausnahme sind sogenannte Spiegelobjektive, die bedingt durch ihre Bauart eine fixe Blende haben. Diese Objektive spielen praktisch aber keine große Rolle.

Durch das Öffnen und Schließen der Blende bestimmen wir zunächst einmal, wie viel Licht durch das Objektiv auf den Film / Sensor fällt (welche Bildwirkung durch das Öffnen bzw. Schließen erzielt werden kann erfahrt Ihr hier). Dabei gilt: großes Loch = viel Licht… den Rest könnt Ihr Euch denken.

Der sogenannte Blendenwert wird auch mit dem Buchstaben„f“ angegeben. f8 bedeutet also Blendenwert 8. Dieser Wert ist kein absoluter, sondern ein relativer. Er ergibt sich aus dem Verhältnis von Brennweite (was die Brennweite genau ist, kommt, wenn es um die Optik geht – irgendwo muss ich ja anfangen :)) zu Öffnungsweite.
Ein Objektiv, dessen Brennweite gleich der Öffnungsweite entspricht, hat also den Blendenwert 1 oder f1. Folglich hat ein Objektiv mit der Brennweite von 50 mm und einer Anfangsöffnung – das ist die maximale Öffnung des Blendenrings – von f1 eine maximale Öffnung 50 mm Durchmesser.
Daraus schließen wir messerscharf: Ein Objektiv mit einer Brennweite von 100 mm und einer maximalen Öffnung des Blendenrings von 50 mm hat eine maximalen Blendenwert von f2.

Was bedeutet die Zahlenreihe?

Auf alten Objektiven sind Zahlenreihen in den folgenden Abstufungen aufgedruckt (hier erläutert an meinem alten Pentax-Objektiv für analoge Spiegelreflexkameras):

Blende

(1, 1.4), 2, 2.8, 4, 5.6, 8, 11, 16, 22…

Hier seht Ihr wie sich die Blende verändert, wenn der Blendenwert verändert wird:

Blende vollständig geöffnet

Blende 8

Belichtungszeit Blende 22

Die Abstände sind so gewählt, dass sich die Menge des Lichts, das durch die Blende kommt von einer Blendenstufe zur anderen jeweils verdoppelt bzw. halbiert. Das bedeutet, dass bei einer Blende von f4 doppelt so viel Licht durch die Blende dringt wie bei einer Blende f5,6.
Die Zahlenwerte sind übrigens nicht zufällig gewählt, sondern ergeben sich durch die Multiplikation der Blendenwerte mit der Wurzel aus 2, (was ungefähr 1,4 entspricht). Die Werte sind natürlich gerundet, aber jetzt versteht Ihr, woher die komischen Werte kommen. Für die Mathematiker unter Euch: 1 : \sqrt{2} \approx 1 : 1{,}4

Die maximale Öffnung des Objektivs bezeichnen wir auch als die Lichtstärke. Dieser Begriff der Lichtstärke wird uns in Zukunft begleiten.

Wie wir weiter oben gelernt haben, ist ein Objektiv also ums so lichtstärker, je größer seine Anfangsöffnung ist, also je KLEINER der Blendenwert ist.

Soviel zur Theorie, was hinter den Blendenwerten steckt.

Was genau mit der Belichtung passiert, wenn Ihr auf- oder abblendet seht Ihr hier:

 

Blende 8 - korrekte Belichtung

Blende 8 – korrekte Belichtung
Blende 11 - eine Blende unterbelichtet

Blende 11 – eine Blende unterbelichtet

Blende 16 - zwei Blenden unterbelichtet

Blende 16 – zwei Blenden unterbelichtet
Blende 22 - drei Blenden unterbelichtet

Blende 22 – drei Blenden unterbelichtet

Blende 5,6 - eine Blende überbelichtet

Blende 5,6 – eine Blende überbelichtet

Blende 4 - zwei Blenden überbelichtet

Blende 4 – zwei Blenden überbelichtet

Blende 2,8 - drei Blenden überbelichtet

Blende 2,8 – drei Blenden überbelichtet

Blende 2 - fast vier Blenden überbelichtet

Blende 2 – fast vier Blenden überbelichtet

Wenn Ihr es nicht glaubt, probiert es aus!

In diesem Sinne

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Alexander

 

 

PostPictureRAW

Rohkost

Was es mit dem RAW-Format auf sich hat

Moderne digitale Spiegelreflexkameras können Fotos in unterschiedlichen Formaten abspeichern. Wir beschränken uns in diesem Beitrag auf die gebräuchlichen, die da wären: JPEG und RAW.

JPEG ist die Abkürzug für Joint Photographic Expert Group oder Vereinigte Fotoexpertengruppe. JPEG ist ein weltweit verbreiteter Standard für Speicherung bzw. Komprimierung digitaler Bilddaten. 

RAW hingegen ist einRohdatenformat, So, wie der Sensor die Daten erfasst werden sie weitgehend unbearbeitet in den Speicher geschrieben. Im Gegensatz zum vereinheitlichten JPEG-Format ist das RAW-Format je nach Kamerahersteller unterschiedlich. So enden z.B.  Canon Raw-Dateien auf CR2 oder Nikon auf NEF.

Das Format, wie die Bilder auf die Karte geschrieben werden, lassen sich über das Menü der Kamera einstellen. Meist kann man auswählen zwischen JPEG, RAW und JPEG & RAW. Manche Hersteller lassen noch weitere Formate zu, aber das interessiert hier nicht.

Da dies hier ein Workshop ist, der zum Ziel hat, dass Ihr bessere Fotos macht, möchte ich auch nicht weiter auf den technischen Details des RAW-Formats herumkauen. Wen das Interessiert, der wird auf Wikipedia fündig.

Wichtig für uns als Fotograf ist hingegen, warum wir Fotos im RAW-Format aufnehmen sollten und welche Vorteile es uns bringt. Und wir müssen der Fairness halber auch darüber sprechen, wann das RAW-Format nur zweite Wahl ist. Aber dazu später in einem eigenen Beitrag.

Welche Vorteile bietet das RAW-Format?

Bei einem JPEG werden die Daten von der kamerainternen Software bearbeitet, d. h. im schlimmsten Fall macht die Software den Weißabgleich (was das ist, behandeln wir wenn es um das Thema Post-Processing geht), das Schärfen, den Kontrastausgleich, die Rauschunterdrückung etc., ohne, dass wir zu diesem Zeitpunkt aktiv in den Prozess eingreifen können. Anschließend werden die Daten komprimiert, was bei JPEG zwangsläufig zur Folge hat, dass Daten verloren gehen (JPEG ist IMMER verlustbehaftet). Meist kann man vorab zwar über die Kameraeinstellungen einige dieser Punkte beeinflussen, aber trotzdem macht die Kamerasoftware dann die Bildbearbeitung.

Bei RAW-Aufnahmen werden die Daten ohne große Bearbeitung direkt in das entsprechende RAW-Format umgewandelt und in den Speicher geschrieben. Das hat für uns den Vorteil, dass WIR entscheiden, wie das Bild später „entwickelt“ wird. RAW-Dateien enthalten 16 bis 64 mal mehr Informationen als das gleiche Bild im JPEG-Format. Natürlich lassen sich JPEGs auch nachträglich noch etwas anpassen, das RAW-Format bietet aber ungleich mehr Möglichkeiten. Da die Dateien viel mehr Informationen enthalten, können wir auch ggf. falsch belichtete Aufnahmen noch retten.
Am auffälligsten wird dies, wenn wir die Dateigrößen betrachten. Meine Canon spuckt RAWs in der Größe von ca. 18 MB aus, das gleiche Bild als JPEG kommt in der höchsten Auflösung mit einer Größe von ca. 3 – 5 MB aus der Kamera. Dies liegt zum einen daran, dass:

  1. JPEGs weniger Informationen enthalten und
  2. JPEGs komprimiert sind (was, wie wir ja wissen, zwingend mit Informationsverlust einhergeht).

Das bedeutet analog dazu, dass wir mehr Speicherplatz benötigen, sowohl auf der Speicherkarte als auch auf unserer Festplatte, und das wir selbst für das Entwickeln der Datei verantwortlich sind.

Standardmäßig liefern die Hersteller mit den Kameras ein Softwarepaket mit,  mit denen die RAW-Dateien geöffnet, bearbeitet und schließlich als JEPG abgespeichert werden können. Und ab Windows Vista bietet Microsoft ein Kamera-Codec-Pack an, mit dem die RAW-Dateien bereits im Windows Explorer in der Vorschau betrachtet werden können. Hier ist der Link zum Download: http://www.microsoft.com/en-us/download/details.aspx?id=26829.

Das war ein kurzer Abriss über das RAW-Format.
Wir merken uns an dieser Stelle: Standardmäßig stellen wir unsere Kamera auf RAW oder RAW & JEPG ein, weil wir so mehr Kontrolle über das fertige Bild haben, weil das Resultat besser ist und weil wir mit RAW-Dateien auch mal falsch belichtete Aufnahmen noch retten können (in gewissen Grenzen natürlich).

Was habt Ihr für Erfahrungen mit unterschiedlichen Bildformaten gemacht? Ich freue mich über Eure Kommentare, Kritik und Anregungen.

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Alexander

6

Kennst du die sechs Elemente der Fotografie?

Was macht ein gutes Foto aus?

Im ersten Beitrag wollen wir klären, was gute oder sogar herausragende Fotos von durchschnittlichen unterscheidet.

Warum sind wir von manchen Fotos gefesselt während wir andere nicht wahrnehmen?

Bei genauer Betrachtung können wir uns auf lediglich sechs Grundelemente beschränken. Mehr ist nicht nötig, um zu verstehen, was ein gutes Foto ausmacht.

Im Einzelnen sind es die folgenden Grundelemente, auf die wir achten müssen:

1. Licht

Um Fotos zu machen benötigt man Licht. Das ist die Grundvoraussetzung, ohne geht es nicht.

Als Fotografen unterscheiden wir einerseits zwischen den Lichtquellen (natürliches Licht und Kunstlicht, das wiederum aus verschieden Quellen stammen kann), andererseits aber auch nach der Wirkung, die das Licht hat. So hat sogenanntes „hartes“ Licht eine andere Wirkung als „weiches“ Licht. Zu den verschiedenen Lichtarten und -wirkungen kommen wir zu einem späteren Zeitpunkt des Workshops.

2. Medium

Damit ist gemeint, auf welchem Träger das Bild gespeichert wird. Früher war das der gute alte Film, heutzutage werden die Bilder mit einem Digitalsensor aufgenommen und gespeichert. Der Film bzw. der Sensor kann unterschiedliche Formate – was zu unterschiedlichen Bildwirkungen führt -, sowie unterschiedliche Empfindlichkeiten haben. Dies hat ebenfalls einen starken Einfluss auf das Ergebnis und die Bildwirkung.

3. Blende

Die Blende ist zunächst nur ein Loch, durch das das Licht einfällt. Die Blende kann variabel sein, wie z. B. bei  Spiegelreflex-Objektiven (es gibt einige Ausnahmen wie Spiegelteleskope, die konstruktionsbedingt immer eine Fixblende haben). Manche Kameras wie beispielsweise Handy-Kameras haben immer eine Fixblende. Über die Blende können wir steuern, wie viel Licht durch das Objektiv auf den Sensor fällt. Außerdem kann durch das Öffnen oder Schließen der Blende, wir sagen auch auf- und abblenden, die Bildwirkung verändert werden. Wie sich die Bildwirkung dadurch verändert, erfahrt Ihr hier.

4. Belichtungszeit

Unter Belichtungszeit verstehen wir die Zeit, die der Verschluss der Kamera geöffnet ist, um unseren Bildsensor zu belichten. Je länger die Belichtungszeit ist, desto mehr Licht trifft auf den Sensor. Welchen Einfluss die Belichtungszeit auf unser Foto hat und wie man mit unterschiedlichen Belichtungszeiten die Bildwirkung und -aussage verändert, behandle ich zu einem späteren Zeitpunkt.

5. Komposition

Damit meine ich den Inhalt des Fotos, also was ich fotografiere (mein Subjekt), und wie die Komposition gestaltet ist (Betrachtungswinkel, Perspektive, Kontrast, Farbgebung, Schärfentiefe, etc.), also alle Faktoren, die das „Layout“ des Fotos beeinflussen.

6. Optik

Die Linse, durch die das Licht eingefangen und auf den Film / Sensor projiziert wird.

Durch die Wahl Optik bestimme ich den Bildausschnitt über die Brennweite.  Linsen gibt es in allen erdenklichen Ausführungen. Wir unterscheiden einerseits nach der Art der Linse zwischen Festbrennweiten (d. h. es gibt nur eine Brennweite) und Zoomobjektiv (variable Brennweite über einen bestimmten Bereich) und unterteilen die Objektive andererseits nach den Brennweiten (Weitwinkel, Normalobjektiv, Teleobjektiv).

Zu allen sechs Punkten gehe ich im Laufe des Workshops noch detailliert ein. Ich werde viele Fotos mit Beispielen zeigen und genau erklären, wie die unterschiedlichen Punkte die Bildwirkung verändern.

Wenn Ihr Fragen oder Anmerkungen habt, dann freue ich mich über Eure Kommentare.

 

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Alexander

 

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Fototipps ist gestartet!

Kostenloser Foto-Workshop für garantiert bessere Bilder!

Hallo,

heute ist meine neue Seite www.fototipps.salomon-fotografie.de online gegangen.

Ich biete Euch auf dieser Seite online einen Foto-Workshop, mit dessen Hilfe Ihr in kürzester Zeit garantiert bessere Fotos macht. Die Seite richtet sich an alle Fotografen – ganz gleich, ob Ihr Eure erste (digitale) Spiegelreflexkamera habt, mit dem IPhone Bilder macht oder ob Ihr schon seit längerer Zeit begeisteter Hobbyfotograf seit. Es ist für alle etwas dabei. Also, seit gespannt auf die nächsten Beiträge.

Ihr dürft Euch den ganzen Workshop natürlich als PDF abspeichern und so für die Ewigkeit konservieren :).

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Alexander